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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 6. Jg., 1-2 (11-12) / 1997, S. 248-251

 


V. Rumänisch-deutsche/österreichische Literaturinterferenzen


 

PETER HUCHEL UND RUMÄNIEN


Hub Nijssen



Man kann sich vielleicht fragen: Was hat denn Peter Huchel (1903-1981) mit Rumänien zu tun? (1) Er hat doch keine Gedichte über Rumänien geschrieben? Das stimmt, aber Rumänien hat in Huchels Leben doch eine größere Rolle gespielt, als man annimmt. Der erste Grund ist biographischer Art. Der zweite ist Huchels Rolle als Vermittler der rumänischen oder rumäniendeutschen Literatur.

Am 7. November 1925 immatrikulierte sich der 22jährige Student der Germanistik und der Philosophie, Helmut Huchel, an der Universität Wien. Er hatte eine Empfehlung vom Gustav Kiepenheuer Verlag in Potsdam und meldete sich beim Direktor des Deutschen Volkstheaters, Dr. Rudolf Beer. Huchel freundete sich mit Franz Theodor Csokor an, dem bedeutendsten Dramatiker des Expressionismus in Österreich, und half ihm und Beer bei den Proben der Stücke. Er las immer wieder Trakl und war beeindruckt von Hofmannsthal und Alexander Lernet-Holenias Saul. Auch das Studium versuchte Huchel mit dem Theater zu verbinden. So belegte er das Seminar “Sociologie des mo-dernen Dramas” bei Emil Reich. Doch ein fleißiger Student war er nicht (2).

In der Kantine der Universität lernte er kurz vor Weihnachten 1925 Dorothea Lassel kennen. Sie war am 17. Mai 1904 in Kronstadt/Brasov geboren. Ihr Vater war Dr. Eugen Lassel, der evangelische Pfarrer der dortigen Bartholomäer Kirche. Er war 1867 geboren und hatte 1893 die Fabrikantentochter Josefina Arzt geheiratet. Sein Vater war Gymnasialprofessor (3). Im Gegensatz zu Huchel stammte Dora also aus einer Familie von Geistlichen, Akademikern und Industriellen. Sie studierte wie Huchel deutsche Philologie und sollte nach dem Studium in Kronstadt Lehrerin am Gymnasium werden. In Wien studierte sie denn auch fleißig. Sie belegte zum Teil dieselben Seminare wie Huchel. Dank dessen Freikarten konnten sie oft zusammen ins Theater gehen. Dora erinnerte sich z.B. an die Hamlet-Aufführung mit Alexander Moissi.

Sie kannte Heinrich Zillich, der in ihrer siebenbürgischen Heimatstadt die Zeitschrift Klingsor herausgab. Sie hatte ihm Neujahrswünsche geschickt und angekündigt, daß Huchel einige Gedichte schicken würde. Daraufhin antwortete Zillich:

Herr Huchel hat, wie Sie mir ankündigten, einige Gedichte gesandt, von denen ich 2 angenommen habe. Er ist sicherlich begabt, aber noch sehr abhängig; nicht bloß Trakls “weißer Schlaf”, sondern, was bedeutsamer ist, auch F.W. Bischofs balladesker Ton ist in seinen Versen zu finden. Viele Bilder sind unerlebt, einige Reimgezwungen. - Die 2 Gedichte, die ich annahm, gefallen mir.

Sein Honorar allerdings wird ihn nicht retten, denn es ist wie unsere siebenbürgischen Honorare alle sehr gering (4).
Welche Gedichte Huchel eingesandt hatte, ließ sich nicht mehr ermitteln. Zillich brachte nur ein Gedicht, statt zwei, nämlich (I,25):

Abend der Empfängnis

Am Abend unter grüner Birken-Demut,
da ich dir tief im Blut vergab,
wie pflücktest du die Blume Mond der Wehmut,
Gewölk und Stern in deinen Schoß hinab.
Vielleicht zu fern, erst blond im blonden Wind der Ähren,
dann weiße Muschel Frau, Marienlohn,
indes du dich verzücktest, blühte ein Bescheren
von Birke, Gras und Mohn.
Ach, was dich rief, inwendig Leben zu entschweiGen,
mich schweben ließ mit Stirn und Stern zu Tal,
gab es uns Wölbung, dieses Dasein zu verneigen
in einer Beugung, Glanz und Qual?
brachen,
vermählt dem Ringe Stern und Stier und Eis,
O Tod in vielen dunklen Sprachen
tief im gefühlten Lebenskreis:
Wer rief uns so? - Ein guter Mund schalmeite.
O Mutter unser du, Gebenedeite.
Und gingen ein zu dir auf nacktem Knie.


Ob dieses pathetische Jugendgedicht im Stile des schlesischen Heimatdichters Friedrich Bischoff ist, sei dahingestellt. Ich wage es zu bezweifeln, ob Huchel dessen Werk gekannt hat.

Im Juli 1926 exmatrikulierte Huchel sich in Wien und kehrte zurück nach Berlin. Es folgten dann noch zwei Wanderjahre in Frankreich. Dora Lassel kreuzte seinen Lebensweg immer wieder und obwohl Huchel ständig zögerte, heiratete er sie am 8. März 1930 im Potsdamer Standesamt. Die kirchliche Trauung fand am 21. April in Kronstadt statt, wobei der Lederfabrikant Hermann Scherg und Dr. med. Walter Thomas als Zeugen auftraten (5). Die Hochzeitsreise führte über Sinaia, Bukarest und Baltschik nach Konstantinopel und den Marmara-Inseln. Danach ging es zurück nach Berlin, wo Huchel Mitarbeiter der von Willy Haas herausgegebenen Zeitschrift “Die literarische Welt” wurde und regelmäßig in Berliner Zeitungen publizierte. Anfang 1932 gewann er sogar den ersten Preis der Zeitschrift “Die Kolonne”, so daß man ruhig sagen kann, daß er zu den bekannteren jüngeren Autoren gehörte.

Seine besten Freunde waren der Literaturkritiker Hans Arno Joachim (1902-1944) und Alfred Kantorowicz (1899-1979), der sich auch schriftstellerisch betätigte. Ende September 1931 bekam Huchel eine Wohnung in der Künstlerkolonie in Berlin-Schmargendorf. Im selben Haus wohnten Ernst und Karola Bloch und Alfred Kantorowicz wohnte im nächsten, wo er eine kommunistische Zelle leitete. Zu deren Mitglieder gehörten u.a. Gustav Regler, Werner von Trott zu Solz, Ernst Busch, Arthur Koestler, Erich Weinert, Erich Mühsam und Karola Bloch . Ernst Bloch, Georg Lukács und Huchel waren regelmäßige Gäste. Obwohl Huchel nach der Meinung von Oda Schaefer genauso links stand wie Karola Bloch (6), wollte er kein KPD-Mitglied werden, weil er damit die Freiheit des eigenen Willens und die Reinheit seines Gewissens aufgegeben hätte. 1931 hatte er das so formuliert:

Dieses wird nicht das beste sein. Denn er hat sich nicht an dem Start nach Unterschlupf beteiligt. Seine Altersgenossen sitzen im Parteibüro, und manchmal geben sie sogar zu, daß es aus irgendeiner Ecke her nicht gut riecht. Immerhin, sie haben ihr Dach über dem Kopf. Aber da ihm selbst die marxistische Würde nicht zu Gesicht steht, wird er sich unter aussichtslosem Himmel weiterhin einregnen lassen. Sie winken aus der Arche der Partei, und er versteht ihren Zuruf. Der lautet: »Wir können dir an Hand des Unterbaus nachweisen, daß du absacken wirst, ohne eine Lücke zu hinterlassen.« Aber dagegen hat er nicht viel einzuwenden, nichts zu erwidern. Sie müssen es wissen; denn sie haben die Wissenschaft. Doch unterdessen schlägt sein Herz privat weiter. Und er lebt ohne Entschuldigung. (II,218)

In einem anderen Prosatext (Im Jahre 1930; II, 223-226) hat Huchel seine Ablehnung des Nazismus deutlich genug formuliert. Der Text ist eine Karikatur des Steuersekretärs und ehemaligen Kompanieführers Karl August W., der sich in der Straßenbahn in eine Diskussion über Steuern und teure Brotpreise einmischt. Der Führer habe dafür die Lösungen, hatte er gesagt, doch ein Arbeiter hatte ihn nur ausgelacht. Und darüber ärgert sich der Beamte den ganzen Abend.

Die Berliner Künstlerkolonie galt als “Hungerburg”, als “rote Burg”. Deshalb zo-gen Schlägertrupps der Nazis oft dorthin, um zu provozieren. Regelmäßig fanden denn auch Straßenschlachten statt. Als Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, mußten viele Koloniebewohner untertauchen. Bloch und Kantorowicz zum Beispiel gingen ins Exil. Am 15. März fand in der Kolonie eine Razzia statt. Auch Huchels Wohnung wurde durchsucht. Es wur-den Bücher verbrannt und einige Schriftsteller, u.a. Manès Sperber, verhaftet, doch Huchel kam ungeschoren davon. Auch seine Förderer Willy Haas und Hans Arno Joachim mußten das Land verlassen. Haas bat Huchel, nach Prag zu kommen, um dort mit ihm eine Zeitschrift herauszugeben. Doch Huchel lehnte ab, er wollte nicht mehr publizieren und zog sein druckfertiges Debüt, den Gedichtband Der Knabenteich, zurück. Wahrscheinlich wollte er sehen, wie sich die Lage in Deutschland entwickeln würde. Viele waren nämlich der Meinung, daß Hitler sich nicht lange würde halten können. In dieser Zeit entstand wohl das Gedicht Deutschland I (I,98):

Späteste Söhne, rühmet euch nicht.
Einsame Söhne, hütet das Licht.
Daß es von euch in Zeiten noch heißt,
daß nicht klirret die Kette, die gleißt,
leise umschmiedet, Söhne, den Geist.

Als Hitler dann doch nicht so schnell wieder abgesetzt wurde, entschloß sich Huchel gegen Ende des Jahres 1933 mit seiner Frau nach Kronstadt zu gehen. Dort hatte sich inzwischen einiges geändert. Doras Vater war schon am 15. Januar 1932 gestorben. Das Paar wurde wieder von Doras alten Freunden wie Zillich und Hermann Scherg eingeladen. Zillich druckte zwischen Mai und Oktober 1934 fünf Gedichte in “Klingsor”, alle idyllische Kindheits- oder Herbstgedichte, die schon vor 1933 erschienen waren, wie Oktoberlicht und Der Knabenteich. Daß Huchel seit seinem Besuch 1930 auch Kritischeres oder Pessimistischeres geschrieben hatte, war Zillich offenbar entgangen oder es war einfach nicht für sein Publikum geeignet.

Hermann Scherg besaß mit seinen Brüdern eine Lederfabrik. Politisch gesehen stand er im Lager der sogenannten “Erneuerer”, aus denen die nationalsozialistische Partei hervorging. Er war später sogar ein prominentes Mitglied dieser Partei (7). Huchel merkte also schon bald, daß auch hier die Weltpolitik anfing, das alltägliche Leben zu beherrschen, obwohl bei weitem nicht so stark wie in Berlin. Wahrscheinlich hütete er sich davor, sich politisch zu äußern, zum Teil aus Rücksicht auf Dora und ihre Familie, zum Teil weil ein Zusammenstoß mit den Bekannten ihm nichts genützt hätte. Auch zog er sich mit Dora längere Zeit aufs Land zurück, fern aller Politik. So lebte er im Hochsommer in einem Bauernhäuschen in den Karpaten, wo es ihm gefiel.

Von Rumänien aus nahm Huchel auch Kontakt auf zu seinen emigrierten Freunden, insofern die noch zu erreichen waren. Wem er geschrieben oder wen er telefonisch gesprochen hat, kann nicht mehr festgestellt werden. Briefe sind nicht erhalten. Durch den Kontakt mit den Freunden im Ausland wußte Huchel auch, daß das Leben im Exil nicht leicht war, daß viele Probleme hatten, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, daß sie regelmäßig Schwierigkeiten mit bürokratischen Behörden hatten und daß die Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Parteien auch im Ausland weitergingen (8). Das wird ihn nicht gerade ermutigt haben, selbst Deutschland definitiv zu verlassen.

In Kronstadt mußte Huchel sich einer Blinddarmoperation unterziehen. Dadurch hatte er wieder mehr Umgang mit Doras Verwandten und Freunden. Viele waren ihm zu national, dachten ihm zu “völkisch”. Die Art und Weise, wie einige über die nicht-”deutsche” Hausangestellte ungarischer oder rumänischer Herkunft sprachen, gefiel ihm nicht. Manchmal zog er sich deshalb - bewußt brüskierend - in die Küche zurück oder ging mit ihr aus. Dadurch entstanden Konflikte, die schließlich dazu führten, daß Huchel am Ende des Sommers alleine nach Berlin zurückkehrte. Dora sollte erst kurz vor Weihnachten in Berlin eintreffen (9).

Hans Mayer sprach am Telefon eindeutig von einem Exil-Versuch, und andere haben Huchels Kronstadt-Aufenthalt 1933-34 auch so gesehen. Er selbst hat aber nie von Exil gesprochen. Ich glaube auch eher, daß es ein Versuch war, um Zeit zu gewinnen, um zu sehen, ob Hitler sich halten könne, und um sich zu orientieren. Dabei darf die Flucht aus dem politischen Zentrum Berlin aufs Land, in die Ruhe Rumäniens als Flucht in die innere Emigration gedeutet werden. Ich kenne keine anderen Beispiele von Autoren, die einen derartigen Aufenthalt in Rumänien versucht haben. Ich lasse mich aber gern belehren und frage denn auch, ob ein Exil-Versuch in Rumänien überhaupt sinnvoll und realistisch gewesen wäre?

Huchel mußte aber leben und fing deshalb an, für den Rundfunk Hörspiele zu schreiben. 1939 kehrte er noch einmal nach Kronstadt zurück, doch der Aufenthalt mußte wegen des Krieges und des Todes der Großmutter abgebrochen werden. Nach dem Krieg trennte Huchel sich von seiner Frau. Die Ehe war immer schon sehr schwierig gewesen, sagten mir mehrere Freunde Huchels aus der damaligen Zeit (10). Dora lehnte außerdem Huchels Einstellung zum neuen Regime in der SBZ entschieden ab, während er der Meinung war, daß man endlich ein neues, demokratisches Deutschland aufbauen würde. Daß er sich darin täuschte, stellte er später mit Bedauern fest. Sie wissen, wie es Huchel in der DDR ergangen ist (11).

Nach dem Krieg hat er Rumänien nicht mehr besucht. 1957 gab es Pläne dazu, doch die Einladung vom Schriftstellerverband ließ so lange auf sich warten, daß keine Zeit mehr übrig blieb und Huchel nach Bulgarien fuhr (12). 1956 hatte er auf dem Poesiefestival im belgischen Knokke Eugen Jebeleanu und Demostene Botez kennengelernt. Mit ihnen freundete sich Huchel schnell an. Von Jebeleanu druckte Huchel zweimal Texte in seiner Zeitschrift “Sinn und Form”, u.a. Das Lächeln Hiroshimas. Alfred Margul-Sperber übersetzte rumänische Volkslieder, die 1955 unter dem Titel Die lange Wanderschaft erschienen. Weiter druckte Huchel Gedichte und Prosa von Tudor Arghezi, Oscar Walter Cisek, Mihail Sadoveanu, Ion Luca Caragiale, Zaharia Stancu und Geo Bogza. Der aus Siebenbürgen stammende Georg Maurer war siebenmal in “Sinn und Form” vertreten. Von diesen Autoren ist eine Handvoll Briefe erhalten. Es wäre aber der Mühe wert, in rumänischen Archiven nach weiteren zu suchen.

Ein ganz anderes Kapitel wäre die Beeinflussung rumäniendeutscher Autoren durch Huchels Werk. Werner Söllner (*1951 Horia) hat sich offen dazu bekannt. Er widmete Huchel das Gedicht Keiner will Asche sein aus dem Band Der Schlaf des Trommlers (13). Es wäre interessant sein Siebenbürgischer Heuweg mit Huchels Caputher Heuweg zu vergleichen. Doch das wäre Stoff für einen weiteren Vortrag. Wir Niederländer sagen da: “Was im Faß sitzt, verdirbt nicht”, auf deutsch: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.


ANMERKUNGEN:

(1) Dieser Aufsatz wurde während eines Aufenthalts als Alexander-von-Humboldt-Stipendiat an der TU Berlin geschrieben. Für die nicht gedruckten Quellen siehe meine Dissertation: Der heimliche König. Leben und Werk von Peter Huchel. Selbstverlag, Katholieke Universiteit Nijmegen 1995. Sie erscheint voraussichtlich 1998 auch in einem deutschen Verlag.

(2) Peter Huchel: Dankrede anläßlich der Überreichung des Österreichischen Staatspreises für europäische Literatur. In: Gesammelte Werke, Hg. von Axel Vieregg, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1984, Band II, S. 312-314. Weitere Zitate aus den Gesammelten Werken werden im Text angegeben. Die römische Zahl bezeichnet den Band, die arabische die Seitenzahl. Huchels Studienbuch befindet sich im Staufener Nachlaß.

(3) Abstammungsnachweis in den Akten zu Huchel, 1939 (Berlin Document Center). Weiter Dora Lassels autobiographische Aufsätze in der John-Rylands-Universitätsbibliothek in Manchester. Diese stark von der späteren Trennung gefärbten Entwürfe werden hier nicht weiter als Quelle angegeben. Wegen ihrer Einseitigkeit haben sie nur eine sehr beschränkte Aussagekraft.

(4) Brief von Heinrich Zillich an Dora Lassel vom 12. 1. 1926. Ich danke Frau Maria Zillich, die mir diesen Brief zur Verfügung stellte. Welches Gedicht Zillich mit “Weißer Schlaf” meint, ist mir unbekannt, vielleicht: Wanderers Schlaf, die erste Fassung von Der Wanderer?

(5) Archiv Standesamt Potsdam. Matrikel für Trauungen der Kronstädter Kirchengemeinde Bartholomä, Band IV, S. 46. Ich danke Prof. Horst Schuller Anger für die Auskunft.

(6) Brief von Oda Schaefer an HN, 29.1.1988. Siehe auch Oda Schaefers Memoiren: Auch wenn Du träumst, gehen die Uhren. Erinnerungen bis 1945. Piper Verlag, München, 4. Auflage 1980.

(7) Notizen von Doras Cousin Kurt Philippi zum Brief von Schuller Anger vom 24.1.1993. Er glaubt, daß Scherg Ortsgruppenleiter wurde, er hatte jedenfalls ein Amt inne. Auch Zillich gehörte eindeutig zum Lager der NSDAP.

(8) Man siehe dazu z.B. Alfred Kantorowicz: Exil in Frankreich. Merkwürdigkeiten und Denkwürdigkeiten. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1986.

(9) Mehrere Gespräche Monica Huchel. Nach Dora (Entwurf Nr. 3, S. 12) seien sie und Huchel Mitte Dezember nach Michendorf zurückgekehrt.

(10) So Annemarie Meckel, Sebastian Haffner, Karola Bloch, Kurt Zackor, Rosemarie Heckendorff und (brieflich) Oda Schaefer. Außerdem der unveröffentlichte Aufsatz von Charlotte Bergengruen.

(11) Siehe dazu Peter Walther: Peter Huchel. Leben und Werk. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 1996.

(12) Brief von A. Margul-Sperber, 30.10.1957. Sinn und Form-Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Künste, Einheit 50, Mappe M.

(13) Ammann Verlag, Zürich, 2. Auflage 1992, S. 24. Der Titel ist dem Huchel-Gedicht Die Nachbarn entnommen, das Huchels Lage während der Isolation schildert: “Geknetet in Gleichmut, / essen die Menschen, meine Nachbarn, / täglich ihr Brot. / Keiner will Asche sein.” (I, 203).
 

 

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Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga

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